Golfplatz Strategien - Wie man den Golfplatz spielt
Die Strategierunde für bessere Scores

Die Geheimnisse des Short Game

Die Geheimnisse des Short Game – Was wirklich zählt, wenn du besser werden willst

Die Geheimnisse des Short Game , Was wirklich zählt, wenn du besser werden willst

Basierend auf Dave Pelz’s Short Game Bible

Jeder Golfer sucht ihn: den einen Tipp, die eine Übung, das eine Geheimnis, das alles verändert. Das Schöne daran? Es gibt diese Geheimnisse tatsächlich. Die etwas ernüchternde Nachricht: Es ist nicht nur eines , und keines davon ist wirklich geheim. Es sind Wahrheiten des Spiels, die jeder kennen kann. Nur die wenigsten handeln danach.

Dave Pelz hat Jahrzehnte damit verbracht, mit den besten Spielern der Welt zu arbeiten und dabei herauszufinden, was Amateure wirklich vom nächsten Level trennt. Hier sind seine wichtigsten Erkenntnisse aus seinem Standardwerk , kompakt und direkt anwendbar.

Geheimnis Nr. 1: Feedback ist alles

Die Geheimnisse des Short Game , Was wirklich zählt, wenn du besser werden willst
Die Geheimnisse des Short Game , Was wirklich zählt, wenn du besser werden willst

Das wichtigste Geheimnis schlechthin ist das Feedback. Klingt simpel , und genau da liegt das Problem. Die meisten Golfer glauben, sie trainieren mit Feedback, weil sie sehen, wohin der Ball fliegt. Aber sie sehen es oft nicht wirklich. Sie schlagen, schauen kurz hoch, und schon rechen sie den nächsten Ball heran.

Pelz nennt das „Rake and Beat“ , Einharken und Dreschen. Und es ist Zeitverschwendung.

Echtes Feedback-Training bedeutet: jeden Schlag bewusst wahrnehmen, die Flugbahn genau beobachten, die Weite einschätzen und das Gefühl des Schwungs mit dem Ergebnis verknüpfen. Pelz hat dafür fünf Regeln formuliert, die er in seinen Schulen konsequent durchsetzt:

  • Regel 1: Niemals „harken und dreschen“. Schlage keinen zweiten Ball, bevor der erste gelandet ist , und du ihn landen gesehen hast. Nimm dir Zeit für den Aufbau jedes Schlages, genau so wie auf dem Platz.
  • Regel 2: Niemals mit falscher Ausrichtung üben. Eine gute Ausrichtung ist keine Kleinigkeit. Lege vor jedem Übungsschlag einen Schläger auf den Boden, der exakt auf dein Ziel zeigt. PGA-Tour-Profis machen das immer. Die meisten Amateure nie. Das ist kein Zufall.
  • Regel 3: Kenne deine genaue Entfernung. Wenn du Wedge-Schläge übst, ohne zu wissen, wie weit dein Ball fliegt, trainierst du nichts außer Muskelaufwärmung. Schritt die Distanz ab oder miss sie mit einem Laser. Nur wer seine Abstände kennt, kann sie kontrollieren.
  • Regel 4: Beobachte die Flugkurve. Wie hoch fliegt der Ball? Wie ist die Trajektorie im Vergleich zum vorherigen Schlag? Ist der Aufsprung kontrolliert? Diese Fragen solltest du dir nach jedem Schlag stellen.
  • Regel 5: Halte deinen Finish. Bleibe nach dem Schwung in der Finish-Position , bis der Ball landet. Dieses gleichzeitige Erleben von Schlagbild und Schwunggefühl ist das, was echtes Lernen ermöglicht. Wer sich sofort aufrichtet, dreht oder wegschaut, verliert die Chance, diesen Moment zu verarbeiten. Leider machen das fast alle.

Pelz bringt es auf den Punkt: Schlechtes Training ist schlimmer als gar kein Training.

Geheimnis Nr. 2: Produktive Zeit schlägt viel Zeit

Zeit ist das wertvollste, was wir haben. Und doch verschwenden die meisten Golfer einen Großteil ihrer Trainingszeit mit dem falschen Teil des Spiels.

Studien zufolge verbringen Amateur-Golfer rund 80 Prozent ihrer Übungszeit mit dem Power Game , Drives und lange Eisen. Das sind etwa 20 Prozent des Spiels. Das Short Game, das für über 60 Prozent der Schläge verantwortlich ist, bekommt die Reste.

Pelz empfiehlt eine klare Priorisierung: Wer eine Stunde pro Woche für das Short Game hat, sollte diese so aufteilen , 15 Minuten Pitches, 15 Minuten Distance Wedges, 15 Minuten Chips rund ums Green, 10 Minuten Bunkertraining, und 5 Minuten Spiegel-Übungen zu Hause.

Außerdem unterscheidet er zwischen zwei Spielertypen: den „Grindern“ wie Tom Kite oder Lee Janzen, die lange, intensive Sessions brauchen, um etwas wirklich zu verinnerlichen , und den „Quick Hittern“ wie Peter Jacobsen oder Steve Elkington, die schnell lernen, aber genauso schnell wieder vergessen, wenn sie nicht regelmäßig dranbleiben. Erkenne, zu welchem Typ du gehörst , und gestalte dein Training entsprechend.

Noch ein wichtiger Punkt: Verwechsle Aufwärmen nicht mit Training. Das Einspielen vor einer Runde dient der Vorbereitung, nicht dem Lernen. Starte immer mit Finesse-Schwüngen , Chips und Pitches , weil du diese Schläge in einer Runde am häufigsten brauchst und sie nach einer Trainingspause am schnellsten aus dem Rhythmus geraten.

Geheimnis Nr. 3: Hände raus aus dem Short Game

Dieses Geheimnis ist vielleicht das unangenehmste, weil es so tief in unseren Instinkten verwurzelt ist. Der Mensch ist gewohnt, Werkzeuge mit den Händen zu kontrollieren , Hämmer, Messer, Werkzeuge. Und so behandeln die meisten Golfer auch ihren Wedge: als Instrument, das mit Handkraft gesteuert wird.

Das Gegenteil ist richtig. Pelz nennt es das „Dead-Handed Short Game“ , ein Kurzspiel, bei dem die Hände passiv bleiben und der Körper die Arbeit übernimmt. Der Schwung wird ausgeführt durch eine synchronisierte Körperdrehung, nicht durch Handmuskeln.

Warum ist das so entscheidend? Weil du auf dem Übungsplatz mit Handkontrolle wunderbar spielen kannst , keine Aufregung, kein Druck, keine erhöhte Herzfrequenz. Sobald aber ein wichtiger Schlag ansteht, fließt Adrenalin, der Puls steigt, die Muskeln reagieren stärker und schneller als gewohnt. Das ruiniert jeden handgesteuerten Schwung.

Ein rhythmischer, körpergeführter Finesse-Schwung dagegen verändert sich unter Druck nicht wesentlich. Er lässt sich auf der Übungsrunde mit Probeschwüngen kalibrieren und dann exakt wiederholen, wenn es darauf ankommt. Tom Kite hat genau das beim letzten Loch der US Open 1992 in Pebble Beach bewiesen: Er legte absichtlich auf 75 Yards vor das Loch , seinen Lieblingsabstand , , machte ein paar tote Probeschwünge, spielte dann exakt dasselbe und landete innerhalb der „Golden Eight“ Feet. Ergebnis: US-Open-Titel.

Geheimnis Nr. 4: Wiederholung mit System

Verbesserung im Short Game kommt nicht durch blindes Wiederholen, sondern durch strukturiertes Wiederholen mit Feedback. Pelz hat eine Reihe von Übungen entwickelt, die man teils zu Hause vor dem Spiegel, teils im Garten oder auf der Anlage durchführen kann.

Die wichtigsten im Überblick:

  • Der Synchro-Turn-Drill hilft dir, Ober- und Unterkörper zu synchronisieren. Stelle dich vor einen Spiegel, nehme die Adressposition ein und lege die Hände auf die Hüften. Drehe Körper und Hüften gleichzeitig , das zwingt dich zur Synchronisation, die das Herzstück des Finesse-Schwungs ist. 25 Wiederholungen täglich genügen.
  • Der Backswing-Drill verinnerlicht die Länge deines Rückschwungs. Swing vor dem Spiegel bis zur 9-Uhr-Position, dann bis zur 7:30-Uhr-Position. Mach Augen zu, schwinge, dann Augen auf und kontrolliere. Nur wer seine Rückschwunglängen blind treffen kann, hat das 3×4-System wirklich im Griff.
  • Der Release-Drill zeigt dir, ob dein Unterarmdreh durch den Impact korrekt ist. Bei horizontal gehaltenem Schläger nach dem Rückschwung muss die Schlägerface exakt nach oben zeigen. Dasselbe auf der anderen Seite im Follow-through. Mach das langsam vor dem Spiegel , ohne Ball, ohne Druck.
  • Der Basket-Drill ist das finale Präzisionstraining: Stelle Wäschekörbe in verschiedenen Abständen von 10 bis 75 Yards auf und spiele sie in zufälliger Reihenfolge an. Wer lernt, kontrolliert in Körbe zu spielen, hat eine Distanzkontrolle entwickelt, die auf dem Platz direkt Schläge spart.

Was du morgen anders machen kannst

Die Botschaft ist klar: Nicht wie viel du übst entscheidet über deinen Fortschritt, sondern wie du übst. Intelligentes Training mit echtem Feedback ist der einzige Weg zu einem Short Game, das auch unter Druck funktioniert.

Fang klein an: Nimm dir bei deiner nächsten Übungseinheit vor, jeden Schlag wirklich zu Ende zu sehen, bevor du den nächsten Ball nimmst. Lege einen Aim-Club auf den Boden. Kenne deine Entfernung. Halte den Finish.

Das kostet keine extra Zeit. Aber es verändert alles.


Dave Pelz ist einer der renommiertesten Golf-Forscher und -Lehrer der Welt. Er arbeitete jahrzehntelang mit den besten PGA-Tour-Spielern zusammen und gründete die Pelz Golf Schools. Sein Standardwerk „Dave Pelz’s Short Game Bible“ ist Pflichtlektüre für jeden, der sein Scoring Game ernsthaft verbessern möchte.

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