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Ricthig Chippen: Diese eine Technik funktioniert bei den meisten Chips rund ums Grün

Golfer hält einen Schläger senkrecht vor sich und demonstriert die offene Schlagfläche

Ricthig Chippen ist für viele Golfer kein Technikproblem im klassischen Sinn, sondern ein Kontaktproblem. Auf der Übungsfläche klappt es noch ganz ordentlich, doch sobald der Ball neben dem Grün liegt, kommen Unsicherheit, dünne Treffer oder fette Chips ins Spiel. Genau hier setzt diese Methode an: eine einfache Bewegungsidee, die bei 70 bis 80 Prozent der Chips rund ums Grün funktionieren kann , von engen Lagen bis ins zähe Rough.

Der entscheidende Punkt ist nicht, noch mehr Positionen im Kopf zu speichern. Es geht darum, ein Bewegungsmuster zu erzeugen, das sauberen Ballkontakt fast schon erzwingt. Wenn du also beim Ricthig Chippen mehr Konstanz, weniger Nervosität und bessere Treffer suchst, ist dieser Ansatz enorm wirkungsvoll.

Diese Technik ist nicht nur für eine Speziallage gedacht, sondern für den Großteil aller Chips rund ums Grün.

Step 1: Verstehe, warum beim Chippen so oft fat und thin entstehen

Das häufigste Muster bei misslungenen Chips ist überraschend simpel: Der Schläger bewegt sich zu sehr um den Körper herum, wird zu flach und nähert sich dem Ball mit zu viel hinzugefügtem Loft. Genau dann entstehen die klassischen Fehler.

  • Der Schläger trifft zuerst den Boden und der Chip wird fett.
  • Oder der Schläger streicht zu hoch durch den Ball und der Kontakt wird dünn.
  • Beides führt direkt zu Unsicherheit im kurzen Spiel.

Viele Spieler versuchen dann, das Problem mit noch mehr Kontrolle zu lösen. Das macht die Bewegung aber oft steif, hölzern und unnatürlich. Für Ricthig Chippen brauchst du deshalb nicht mehr Kontrolle, sondern ein besseres Muster.

Der Unterschied zwischen flachem Weg und direkterem Eintreffen am Ball erklärt viele dünne und fette Chips.

Step 2: Höre auf, nur an Positionen zu denken

Ein großer Denkfehler beim kurzen Spiel lautet: „Ich muss den Schläger einfach nur in die richtige Position bringen.“ Das klingt logisch, funktioniert unter Druck aber selten gut. Wer nur versucht, den Schläger künstlich in eine bestimmte Lage zu stellen, wird oft verkrampft.

Viel sinnvoller ist die Frage: Welches Problem versucht dein Körper eigentlich gerade zu lösen? Wenn dieses Problem falsch gestellt ist, produziert dein Körper automatisch das falsche Bewegungsmuster. Genau deshalb ist Ricthig Chippen oft weniger eine Frage von Technikdetails als von der richtigen Aufgabe.

Wenn du generell strukturierter an deinem kurzen Spiel arbeiten willst, findest du auch in diesem Beitrag zu gezieltem Golftraining gute Ansätze für effektivere Übungseinheiten.

Step 3: Nimm bewusst das loftreichste Wedge aus dem Bag

Jetzt kommt der Teil, der viele zunächst überrascht: Für das Training und für viele reale Chips solltest du bewusst zu einem 60-Grad-Wedge greifen. Nicht trotz des hohen Lofts, sondern gerade deswegen.

Warum? Gute Spieler schlagen rund ums Grün oft relativ niedrige Chips, die schnell landen und kontrolliert ausrollen oder sogar checken. Interessant ist dabei: Sie machen das häufig mit einem sehr loftreichen Wedge , und öffnen die Schlagfläche teils sogar noch weiter.

Das bedeutet: Sie starten mit viel Loft, produzieren im Treffmoment aber eine Bewegung, die den Schläger effektiv entloftet. Das Resultat ist ein niedriger, sauber getroffener Chip.

Amateure machen oft das Gegenteil. Sie nehmen ein Pitching Wedge oder 9er-Eisen, merken dann, dass der Ball zu flach herauskommen könnte, und versuchen im Schwung noch Loft hinzuzufügen , durch Flickbewegung, Zurücklehnen oder ein zu starkes Um-den-Körper-Schwingen. Genau daraus entstehen die Probleme.

Natürlich haben Pitching Wedge oder 9er-Eisen ihren Platz, etwa für lange, flach rollende Chips. Aber für viele Standardsituationen hilft dir mehr Loft, weil du dann lernst, ihn korrekt zu nutzen.

Golfer hält einen Schläger senkrecht vor sich und demonstriert die offene Schlagfläche
Viel Loft ist kein Nachteil, solange die Bewegung den Schläger durch den Treffmoment wieder entloftet.

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Step 4: Gib deinem Körper das richtige Problem zum Lösen

Das ist die eigentliche Kernidee hinter dieser Methode für Ricthig Chippen. Öffne die Schlagfläche leicht , ungefähr auf 70 Grad. Damit stellst du deinem Körper eine Aufgabe:

  • Die Schlagfläche zeigt nun eher nach rechts.
  • Der Schläger hat sehr viel Loft.
  • Trotzdem soll der Ball niedrig, kontrolliert und zum Ziel fliegen.

Wenn du diese Ausgangslage schaffst, wird dein Körper viel eher eine Bewegung finden, die den Schläger direkter zum Ball bringt, die Schlagfläche neutralisiert und den Loft reduziert. Genau das willst du.

Mit einer quadratischen, neutralen Ausgangsstellung fällt man leichter in alte Muster zurück. Mit der leicht geöffneten Schlagfläche entsteht dagegen fast automatisch die Notwendigkeit, „richtig“ durch den Ball zu arbeiten.

Step 5: Lerne die zentrale Bewegung , Daumen zum Boden

Statt über viele technische Details nachzudenken, reicht hier ein sehr klares Gefühl: Die Daumen zeigen durch den Treffmoment nach unten.

Das ist der Bewegungsanker:

  • Die geöffnete Schlagfläche wird durch den Treffmoment wieder neutralisiert.
  • Der Schaft bleibt leicht nach vorn geneigt.
  • Die Hände flicken nicht nach oben.
  • Der Schlägerkopf kommt stabiler und abwärts an den Ball.

Wichtig ist dabei die Qualität der Bewegung. Die Hände sollen nicht hektisch „flippen“. Stattdessen kippt der Schläger unter Kontrolle nach vorn, während die Daumen Richtung Boden arbeiten. Das erzeugt Stabilität und sauberen Kontakt.

Das Gefühl, die Daumen nach unten zu bringen, vereinfacht die richtige Schlägeraktion enorm.

Step 6: Baue dir ein simples Setup für Ricthig Chippen

Die Bewegung wird noch leichter, wenn das Setup die Aufgabe unterstützt.

  • Lege den Ball eher etwas weiter hinten in die Standposition.
  • Verlagere dein Gewicht klar nach vorn.
  • Stelle den Oberkörper so auf, dass er leicht in Richtung Ziel kippt , fast wie der Schiefe Turm von Pisa.
  • Halte die Schlagfläche leicht geöffnet.

Dieses Setup hilft dabei, den Schläger durch den Treffmoment zu entloften, statt Loft hinzuzufügen. Der Ball startet dann trotz offenem Wedge erstaunlich niedrig und kontrolliert.

Gerade wenn du auf dem Platz an realen Spielsituationen arbeiten willst, lohnt sich ergänzend auch Training unter echten Bedingungen. Dazu passt dieser Artikel über Golftraining direkt auf dem Golfplatz.

Ballposition und Schlägeransprache sind kleine Stellschrauben mit großer Wirkung auf Flugbahn und Kontakt.

Step 7: Nutze dieselbe Technik auch für höhere und kürzere Chips

Ein besonders starker Punkt dieser Methode: Du brauchst für den hohen Standardchip nicht plötzlich eine völlig neue Bewegung. Wenn der Ball etwas höher starten soll, verschiebst du ihn einfach weiter nach vorn in der Standposition.

Der Rest bleibt im Kern gleich:

  • Gewicht bleibt vorn.
  • Schlagfläche bleibt offen.
  • Die Bewegung neutralisiert und entloftet den Schläger weiterhin.
  • Die Daumen arbeiten durch den Ball nach unten.

Damit bekommst du mehr Höhe, ohne in einen unsicheren Löffel- oder Flickchip zu rutschen.

Step 8: Korrigiere Slice-Muster mit einer kleinen Standanpassung

Manche Spieler reagieren auf die offene Schlagfläche, indem sie den Schläger von außen nach innen führen oder die Hände unnatürlich einsetzen. Wenn du ein Slice-Muster im langen Spiel kennst, kann sich das auch beim Chippen zeigen.

Die einfache Korrektur: Ziehe den rechten Fuß ein wenig zurück. Dadurch wird die Standlinie leicht nach rechts ausgerichtet. Wieder entsteht ein neues Problem, das dein Körper lösen muss: Du willst nicht nach rechts chippen, also wird es leichter, den Schläger sinnvoll zum Ball zu kippen und stabil durch den Treffmoment zu bringen.

Das ist ein gutes Beispiel dafür, wie oft nicht mehr Technik, sondern eine klügere Aufgabenstellung hilft. Ähnliche Denkfehler tauchen übrigens auch bei anderen Bewegungsmythen auf , etwa in diesen Klischees im Golfschwung.

Eine kleine Veränderung im Stand kann das Bewegungsmuster oft schneller korrigieren als reine Positionsgedanken.

Step 9: Übertrage das Muster direkt ins Rough

Die Technik endet nicht auf dem kurz gemähten Vorgrün. Genau hier wird sie besonders wertvoll. Auch aus schwierigem Rough bleibt das Grundprinzip gleich:

  • Schlagfläche öffnen.
  • Stabil stehen, bei Bedarf etwas breiter.
  • Den Schläger durch den Treffmoment entloften.
  • Die Daumen nach unten arbeiten lassen.

Der große Fehler aus dem Rough ist der Versuch, dem Ball „helfen“ zu wollen. Viele glauben, sie müssten extra Loft stehen lassen, um den Ball aus dem Gras herauszuheben. Genau das ist meist eine Katastrophe. Besser ist, den Schlägerkopf unter Kontrolle nach unten und leicht nach vorn kippen zu lassen, damit der Ball sauber aus dem Gras springt.

Mit dieser Idee kann selbst eine unangenehme Lage plötzlich spielbar werden.

Im Rough hilft nicht mehr Löffeln, sondern dieselbe stabile Entloftungsbewegung wie aus der guten Lage.

Step 10: Trainiere Muster statt Perfektion

Die wichtigste Schlussfolgerung für Ricthig Chippen ist vielleicht diese: Versuche nicht, jede einzelne Körperposition bewusst zu steuern. Baue lieber ein Muster auf, das gute Treffer begünstigt.

Das Muster lautet:

  • Loftreiches Wedge wählen.
  • Schlagfläche leicht öffnen.
  • Gewicht nach vorn.
  • Ball eher hinten für den Standardchip, weiter vorn für mehr Höhe.
  • Daumen Richtung Boden, um die Schlagfläche durch Impact zu neutralisieren und den Schläger zu entloften.

Das macht Chips nicht nur technisch solider, sondern auch mental einfacher. Wenn du im kurzen Spiel oft zweifelst, kann zusätzlich die mentale Seite ein echter Hebel sein. Dazu passt dieser Beitrag über gutes Golf im Kopf.

Für noch mehr Hintergrund zum Einsatz von Bounce und Loft bei Wedges ist auch die Erklärung von Titleist Vokey zum Wedge Bounce hilfreich.

Zusätzliche Ressourcen

Wenn du dein Material rund ums kurze Spiel technisch ergänzen willst, kann ein Sensor-Tool wie das HackMotion-Angebot interessant sein.

Und wenn du Golf mit Erholung verbinden möchtest, findest du bei Global Golf Reisen Inspiration für die nächste Golfreise.

Wer gerne tiefer ins Spiel eintaucht, findet bei Golfbücher zusätzlich Reiseführer, Ernährungstipps und Inspiration für leidenschaftliche Golfer.

FAQ

Ist ein 60-Grad-Wedge wirklich für die meisten Chipshots sinnvoll?

Für viele Standardsituationen rund ums Grün ja. Vor allem dann, wenn du lernen willst, den Schläger sauber zu entloften und kontrolliert zu treffen. Für sehr flache, lange Rollchips können Pitching Wedge oder 9er-Eisen weiterhin sinnvoll sein.

Warum hilft eine offene Schlagfläche beim Ricthig Chippen?

Weil sie deinem Körper eine klare Aufgabe gibt. Du musst den Schläger durch den Treffmoment neutralisieren und entloften, statt einfach nur Loft hinzuzufügen. Dadurch entsteht oft automatisch ein stabilerer, direkterer Ballkontakt.

Was ist das wichtigste Gefühl in dieser Technik?

Das Gefühl, die Daumen durch den Treffmoment Richtung Boden zu bringen. Dadurch bleibt der Schaft eher vorn, die Hände flicken weniger und die Schlagfläche stabilisiert sich.

Wie spiele ich mit derselben Technik einen höheren Chip?

Verschiebe den Ball weiter nach vorn in deiner Standposition. Die Grundbewegung bleibt gleich: Gewicht vorn, offene Schlagfläche, stabile Hände und dieselbe Entloftungsbewegung durch den Ball.

Funktioniert diese Methode auch aus dem Rough?

Ja, genau dort ist sie besonders nützlich. Entscheidend ist, nicht zu versuchen, extra Loft unter den Ball zu schaufeln. Stattdessen bleibt die Bewegung stabil, mit leicht geöffneter Schlagfläche und einem kontrollierten Kippen des Schlägers durch den Treffmoment.

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