Step 1: Vermeide den häufigsten Fehler
Viele lernen Annäherungsschläge so, dass der Ball nach rechts und die Hände weit vorne sind. Die Idee dahinter ist, dass man dadurch stärker nach unten schlägt. In Wirklichkeit ist das ein großer Fehler für das kurzes spiel. Diese Haltung reduziert die Loftwirkung deines Schlägers, eliminiert den Bounce an der Sohle und führt dazu, dass du zu tief in den Boden schlägst.

Step 2: Neutrale Schlägerposition und warum Loft & Bounce wichtig sind
Stelle den Schläger hinter den Ball und achte darauf, dass die Loft- und Bounce-Neigung neutral bleibt. Wenn du den Schläger nach vorne bringst, verlierst du schnell 10 bis 15 Grad Loft. Das macht deine Treffer flacher und härter, statt höher und weicher, wie es rund ums Grün oft nötig ist.
Wichtig: Der Bounce ist deine Sicherheitszone gegen zu tiefes Graben. Er sollte erhalten bleiben, nicht reduziert.

Step 3: Fußstellung und Ballposition
Ausgangsposition: Füße zusammen, Schläger hinter dem Ball. Dann:
- Linken Fuß leicht öffnen, Ferse bleibt am Boden.
- Rechten Fuß je nach Schwungbreite minimal nach rechts bewegen. Bei kleinen Chips nur ganz klein, bei längeren Pitches breiter.
- Ballposition: Standard ist gegenüber der Mitte der Füße. Bei längeren Pitches (z. B. ca. 20 Meter zur Fahne) darf der Ball eher zur linken Ferse wandern.

Step 4: Gewichtsverlagerung und Schlagmechanik
Verlagere deinen Körperschwerpunkt leicht nach links, bevor du schwingst. Das erlaubt dir, mit einem einfachen Pendelbewegung den Boden zu bürsten, ohne zu graben. Du brauchst keinen heftigen Armschwung oder eine Veränderung der Schlägerstellung im Treffmoment: Hast du Impact-Faktoren im Setup eingestellt, genügt ein ruhiges Pendeln.
Das Resultat: Deine Standard-Schläge werden deutlich einfacher auszuführen und fliegen höher und weicher , ideal für das kurzes spiel um hohe Grünkanten und weichere Landungen zu erzeugen.
Step 5: Üben im Spiegel und Routine
Stell dich vor einen Spiegel und wiederhole das Basic Setup immer wieder:
- Schläger gerade, neutral
- Linker Fuß offen, rechter Fuß seitlich
- Oberkörper leicht nach links
Wenn du diese Ausgangsposition verinnerlicht hast, wirst du variantenreicher und konstanter im kurzes spiel.

Step 6: Fehlerbild erkennen und korrigieren
Wenn dein Ball rechts liegt und die Hände vorstehen, siehst du meist eine andere Schlägerneigung und dein Kopf ist weiter rechts über dem Ball. Das führt zu flacheren Schlägen, fehlender Bounce-Nutzung und unkontrolliertem Bodenkontakt. Korrigiere das, indem du wieder in die neutrale Position gehst: Füße zusammen, Schläger hinter dem Ball, Griff nehmen, linker Fuß öffnen, rechter Fuß seitlich, Kopf leicht links.

Wie stark soll ich das Gewicht nach links verlagern?
Nur leicht. Ziel ist eine leichte Druckverlagerung auf das vordere Bein, sodass der Pendelbewegung der Vorrang gegeben wird und der Schläger den Boden bürstet statt zu graben.
Wann setze ich den Ball an die linke Ferse?
Bei längeren Pitches, etwa ab ~20 Meter zur Fahne, ist die linke Ferse sinnvoll. Für die meisten kurzen Chips bleibt der Ball eher zentral.
Wie bewahre ich Loft und Bounce im Setup?
Indem du den Schläger neutral hinter dem Ball platzierst und vermeidest, die Hände stark nach vorne zu bringen. So bleibt die ursprüngliche Loft- und Bounce-Neigung erhalten.
Unterscheidet sich das Setup für Bunker und Lobs?
Die Grundprinzipien gelten für alle Kurzspiel-Schläge: neutrale Schlägerposition, leichte Gewichtsverlagerung und passende Fußstellung. Bunker und Lobs erfordern zusätzlich Anpassungen in Schwungweite und Schlagfläche, aber das Setup bleibt dieselbe Basis.
Muss ich jeden Schlag gleich aufbauen?
Ja. Eine einheitliche Grundstellung macht das kurzes spiel einfacher und variantenreicher. Variiere nur Breite der Stellung, Ballposition leicht und die Schwunglänge.
Die meisten Golfer verschwenden 3, 5 Schläge pro Runde rund ums Grün
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