
Im Golf, besonders im kurzen Spiel, ist Kontrolle das A und O. Nichts anderes zählt wirklich. Die zentrale Frage für jeden Golfer lautet daher: Wie kontrolliert man das Verhalten des Balls, oder genauer gesagt, wie erlangt man die Kontrolle über den Schlägerkopf?
Die Kontrolle über den Schlägerkopf umfasst zwei entscheidende Aspekte: Kraft und Gefühl (oft als „Touch“ bezeichnet). Kraft lässt sich erzielen, indem man den Schläger fest in den Handflächen hält. Doch nur wenige Menschen sind in der Lage, auf diese Weise auch das nötige Gefühl zu entwickeln. Umgekehrt lässt sich ein feines Gefühl durch einen leichten Griff in den Fingern erreichen, aber dabei geht oft die notwendige Kraft verloren. Es bedarf also einer Mischung aus beiden Griffmethoden.
Genau diese Balance ist es, die den durchschnittlichen Golfer so oft vor ein Rätsel stellt. Viele neigen dazu, der Kraft viel zu große Bedeutung beizumessen. Das Ergebnis ist ein schwerfälliger und ineffektiver Umgang mit dem Schläger, bei dem weder die Idee von Geschwindigkeit noch von Gefühl zum Tragen kommt. Der Golfer verfehlt sein Ziel, die Kontrolle zu erlangen, meist gänzlich. Wie der berühmte Golflehrer Ernest Jones (Anfang bis Mitte des 20. Jahrhunderts) treffend bemerkte: „Sein mentales Bild ist schlecht durchdacht, und deshalb geht seine Aktion daneben.“
Die wahre Kunst liegt darin, diese beiden Qualitäten , Kraft und Gefühl , harmonisch zu vereinen. Es geht nicht darum, eine der beiden zu opfern, sondern sie so zu verschmelzen, dass der Schlägerkopf optimal geführt wird und der Ball präzise und kraftvoll fliegt. Denken Sie daran: Ein gut durchdachter Schwung, der sowohl Kraft als auch Gefühl berücksichtigt, ist der Schlüssel zu einem erfolgreichen kurzen Spiel.
















