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Golf Mythen: Moderne Golfschläger treffen weiter als die von vor ein paar Jahren

Golf Mythos 1: Moderne Golfschläger treffen weiter als die von vor ein paar Jahren

Golf Mythos 1: Moderne Golfschläger treffen weiter als die von vor ein paar Jahren

Das Problem: Du glaubst dem Hochglanz-Prospekt

Es ist wieder Herbst-/Wintermesse. Die Hallen glänzen. Überall Schläger mit 460-Kubikzentimeter-Köpfen, Space-Age-Grafiken und Versprechen, die klingen als hättest du bisher mit einer Brechstange gespielt. Und dann passiert es: Du schlägst auf dem Demo-Day mit dem nagelneuen 6-Eisen , und der Ball fliegt weiter als mit deinem alten 5-Eisen. „Wow“, denkst du. „Das ist Technologie.“ Das ist kein Fortschritt. Das ist ein Taschenspielertrick.

Die Golfbranche hat ein Interesse daran, dass du kaufst. Immer wieder. Und sie haben eine elegante Methode gefunden, dich dazu zu bringen, ohne die Schlägertechnologie wirklich verbessern zu müssen. Die Methode heißt „Vanishing Loft Disease“ , auf Deutsch: das schleichende Verschwinden des Lofts.

Die Aggravation: Du zahlst für eine Zahl, nicht für Leistung

Hier ist die bittere Wahrheit, die die Hersteller gerne im Kleingedruckten verstecken: Ein moderner 6-Eisen hat heute ungefähr den Loft, den früher ein 4-Eisen hatte. Ein 7-Eisen entspricht dem alten 5-Eisen. Und so weiter, den ganzen Satz runter. Der Ball fliegt weiter, ja , aber nur weil der Loftwinkel reduziert wurde. Die eigentliche Schlägertechnologie hat sich dabei kaum verändert.

Drei Faktoren bestimmen, wie weit du den Ball triffst: der Loft des Schlägers, die Schaftlänge und deine Schwunggeschwindigkeit. Deine Schwunggeschwindigkeit bleibt über Jahre weitgehend konstant. Die Schaftlängen ändern sich minimal. Was sich massiv verändert hat, sind die Loftwinkel , und das seit Jahrzehnten, jedes Jahr ein bisschen mehr.

Die praktische Folge: Früher hast du deinen Satz mit einem 3-Eisen begonnen und bis zum Pitching Wedge alles halbwegs zuverlässig schlagen können. Heute hat dein 3-Eisen weniger Loft als früher ein 1-Eisen. Das Ergebnis? Die so genannte „24/38-Regel“ sagt, dass der durchschnittliche Golfer keinen Schläger sicher schlagen kann, der weniger als 24 Grad Loft oder mehr als 38 Zoll Schaftlänge hat. Die modernen 3-Eisen und 4-Eisen fallen für die meisten Amateure aus diesem Fenster heraus , sie sind schlicht unschlagbar.

Und was empfiehlt die Industrie? Richtig: Kaufe Hybrid-Schläger, um die 3-Eisen und 4-Eisen zu ersetzen. Kaufe ein Gap-Wedge, weil zwischen Pitching Wedge und Sand Wedge plötzlich eine Lücke klafft, die vorher nicht da war. Du kaufst Schläger, um Probleme zu lösen, die die Branche selbst verursacht hat. Das ist kein Service , das ist ein Geschäftsmodell.

Die Lösung: Verstehe die Zahlen, vertraue nicht der Werbung

Schau dir Tabelle 1 aus Tom Wishons Forschung an: Ein 5-Eisen hatte in den 1960er und 70er Jahren 32 Grad Loft. Heute sind es 26 bis 27 Grad. Das sind fast sechs Grad Unterschied , und sechs Grad Loft bedeuten unter Umständen zehn bis fünfzehn Meter mehr Distanz. Die Schläger haben sich nicht verbessert. Man hat dir einfach die Nummern neu gemalt.

Club1960s, 70s (degrees)1980s (degrees)Early 1990s (degrees)1997+ (degrees)
1-iron17171616, 17
2-iron20201918, 20
3-iron24232220, 21
4-iron28262523, 24
5-iron32302826, 27
6-iron36343230, 31
7-iron40383634, 35
8-iron44424038, 40
9-iron48464442, 44
PW52504846, 48
SW56565655, 56
Driver1111109, 10.5
3-wood16151513, 14
5-wood22211917, 18
7-wood28272320, 21

Anmerkung: Die Tabelle zeigt, wie die Hersteller von Golfschlägern die Loftwinkel über die Jahrzehnte immer weiter reduziert haben. Mit niedrigeren Lofts konnten die Firmen längere Flugweiten versprechen, was ihnen half, neue Schlägermodelle besser zu vermarkten.

Was solltest du also tun? Erstens: Kaufe keine neuen Eisen, weil sie „weiter treffen“. Das ist eine Illusion. Zweitens: Lass dich von einem versierten Clubmaker individuell anpassen. Ein guter Clubmaker kennt die echten Loftwinkel deiner Schläger und kann dir sagen, wo in deinem Satz wirklich Lücken klaffen, nicht die künstlich erzeugten, sondern echte. Drittens: Wenn du tatsächlich Hybride brauchst, dann nicht weil die Industrie dir das eingeredet hat, sondern weil ein Fachmann festgestellt hat, dass sie zu deinem Schwung passen.

Das nächste Mal, wenn du auf dem Demo-Day stehst und der Verkäufer dir erklärt, der neue 7-Eisen gehe zehn Meter weiter als deiner, frag ihn nach dem Loft. Die Stille danach ist oft sehr beredsam.

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