Golfplatz Strategien - Wie man den Golfplatz spielt
Die Strategierunde für bessere Scores

Meistere den Bunker: Ein ‚Old School‘ Golf-Tipp von 1911

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Meistere den Bunker: Ein 'Old School' Golf-Tipp von 1911

Sandspiel (Old School): Die Kunst des Bunkerspiels

Der Bunkerschlag ist für viele Golfer eine gefürchtete Herausforderung. Oftmals versuchen Spieler, den Ball mit roher Gewalt aus dem Sand zu befördern oder ihn hoch aus dem Bunker zu schaufeln. Doch ein alter, bewährter Tipp aus dem Jahr 1911, festgehalten in „Golf Faults Illustrated“, zeigt uns, dass Präzision und Technik wichtiger sind als reine Kraft.

Die traditionelle Herangehensweise an das Bunkerspiel

Der Kern dieses „Old School“-Ansatzes liegt in der Erkenntnis, dass das Ziel nicht ist, den Ball direkt zu treffen, sondern den Sand unter dem Ball als Puffer zu nutzen. Viele Golfer machen den Fehler, den Schläger vertikal zur beabsichtigten Fluglinie zu schwingen, in der Hoffnung, den Ball so aus dem Sand zu bekommen. Doch diese Methode ist, wie der Autor von 1911 feststellt, grundlegend falsch.

Die richtige Ansprechposition und Haltung

Stellen Sie sich vor, Sie spielen einen gewöhnlichen Pitch. Die Ansprechposition ist ähnlich, aber mit einem entscheidenden Unterschied: Sie stehen sehr offen, als ob die Schlagrichtung leicht links vom Ziel oder der gewünschten Stelle läge. Die Knie sind gut gebeugt, fast so, als würden Sie sich hinsetzen, wobei die Muskeln oberhalb der Knie die Spannung halten. Diese Haltung, die bereits beim Ansprechen des Balls eingenommen wird, muss während des gesamten Schlags beibehalten werden.

Der Schwung: Präzision statt Kraft

Zwei Dinge sind entscheidend, um den Ball in die Luft zu bekommen:

  1. Das Sandkissen: Im Moment des Aufpralls sollte der Sand direkt hinter dem Ball ein Kissen zwischen Schlägerkopf und Ball bilden. Dies erfordert, dass der Schläger den Sand zuerst trifft, nicht den Ball.
  2. Der Armschwung: Die Arme sollten entschieden quer zur beabsichtigten Fluglinie gezogen werden, nicht, wie oft fälschlicherweise angenommen, auf und ab entlang dieser Linie. Dies ist ein zentraler Punkt, der sich von vielen modernen Techniken unterscheidet.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, die Ferse des Schlägers gut unten zu halten, was bedeutet, dass die Hände tief gehalten werden. Die Ferse des Schlägers sollte den Sand vor dem Rest der Schlagfläche berühren. Der Schläger wird nicht nach außen auf der projizierten Fluglinie zurückgenommen, sondern verlässt den Ball sofort und folgt einer Aufwärtsbewegung zwischen einem aufrechten und einem flachen Schwung (etwa in einem Winkel von 45 Grad). Es gibt nur wenig Körperbewegung, und der Körperschwerpunkt bleibt gut über dem Ball.

Der Abschwung und das Finish

Der Abschwung ist eine Wiederholung der Aufwärtsbewegung. Nach dem Aufprall wird der Schläger jedoch nicht wie bei einem hoch fliegenden Schlag durchgeschwungen. Das Finish ähnelt dem eines Ruckschlags, mit der Ausnahme, dass der Schläger den Ball gut überquert hat. Beim Bunkerschlag in der Nähe des Lochs ist es ratsam, hart zu schlagen, selbst wenn der Ball sauber liegt. Die erzielte Distanz variiert mit der Menge des verdrängten Sandes.

Fazit

Dieser „Old School“-Tipp zum Bunkerspiel betont die Bedeutung von Technik und Präzision gegenüber roher Kraft. Indem Golfer lernen, den Sand als Verbündeten zu nutzen und einen kontrollierten Schwung auszuführen, können sie ihre Bunkerschläge erheblich verbessern und sich aus scheinbar aussichtslosen Lagen befreien. Es ist eine Erinnerung daran, dass die Grundlagen des Golfsports oft die effektivsten Lösungen bieten.

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