
Der Vardon Grip, benannt nach der Golflegende Harry Vardon, ist eine der am weitesten verbreiteten Grifftechniken im Golfsport. Er bietet eine hervorragende Balance aus Kontrolle und Gefühl, was ihn sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Golfer attraktiv macht. Doch was genau macht diesen Griff so besonders und wie wird er korrekt ausgeführt?
Harry Vardon selbst beschrieb seinen Griff detailliert. Er betonte, dass sein Griff nicht ineinander verschränkt ist, sondern der kleine Finger der rechten Hand den ersten Finger der linken Hand überlappt. Der Schläger wird dabei im Gelenk des ersten Fingers der rechten Hand gehalten und liegt eher quer über der Handfläche als in den Fingern. Der rechte Daumen liegt über dem Schaft, etwas links von der Mitte. Die beiden Mittelfinger umschließen den Schläger fest.
Ein entscheidendes Element ist der Druck: Vardon griff fest mit dem ersten Finger und Daumen, und es gab einen deutlichen Druck des kleinen Fingers auf den Knöchel des ersten Fingers der linken Hand. Dieses Prinzip des Griffs gilt auch für die linke Hand: Der Griff erfolgt hauptsächlich mit dem ersten Finger, dem Daumen und dem kleinen Finger. Der linke Daumen liegt jedoch am Schaft, rechts von der Mitte, und wird mit dem unteren Teil der rechten Hand fest dagegen gedrückt.
Die Dynamik des Vardon Griffs zeigt sich besonders im Schwung. Die rechte Handfläche, die diesen Druck ausübt, wird im Aufschwung allmählich gelockert, bis sie am höchsten Punkt des Schwungs den linken Daumen nicht mehr drückt. Gleichzeitig bleibt der Griff des ersten Fingers, des Daumens und des kleinen Fingers der rechten Hand so fest wie der der linken Hand. Im Abschwung kommen die Handfläche der rechten Hand und der linke Daumen allmählich wieder zusammen, und der Druck wird an dem Punkt wieder aufgebaut, an dem er im Aufschwung gelockert wurde.
Dieser detaillierte Ansatz von Harry Vardon unterstreicht die Bedeutung eines präzisen Griffs für die Kontrolle über den Golfschläger und somit über den gesamten Schwung. Der Vardon Grip ist mehr als nur eine Art, den Schläger zu halten; er ist eine Philosophie, die auf Gefühl, Kontrolle und Anpassung während des Schwungs basiert. Wer diesen Griff meistert, kann sein Golfspiel auf ein neues Niveau heben.
















