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TaylorMade Qi4D: Die neuen 2026-Driver im großen Test

Drei futuristische Golfdriver-Köpfe (Standard, großvolumig, kompakt) mit Carbon- und Metalloberflächen und vier leuchtenden Kernbereichen, dynamische Beleuchtung

Die TaylorMade Qi4D kommt mit großem Anspruch: mehr Geschwindigkeit, mehr Distanz und ein System, das auf vier Kernbereiche setzt. In diesem Test-Porträt erkläre ich dir, was die TaylorMade Qi4D wirklich kann, wie sich die Modelle Standard, Max und LS unterscheiden und für wen welcher Kopf am besten geeignet ist. Am Ende findest du eine klare Empfehlung, die wichtigsten Zahlen sowie eine FAQ-Sektion mit den häufigsten Fragen.

TaylorMade Qi4D Driver mit sichtbarer Schlagfläche, Speed Pocket und Verstellgewicht
Schlagfläche, Speed Pocket und Verstellgewicht – das technische Design im Fokus.

Kurzüberblick: Was ist die TaylorMade Qi4D?

Die TaylorMade Qi4D ist die neue Driver-Generation von TaylorMade für 2026. Die Produktfamilie besteht aus mehreren Köpfen: Qi4D (Standard), Qi4D Max, Qi4D LS und einer speziellen Messeinheits-/Pro-Variante mit eingebauten Reflektoren für Launchmonitore. TaylorMade bewirbt die Serie mit einem Vier-Punkte-Ansatz – der Name Qi4D steht sinnbildlich für vier Bereiche, in denen die Köpfe optimiert wurden: Face, Head, Fitting und Shaft.

TaylorMade Qi4D Test 2026 – Standard, Max & LS im Vergleich

Die Vier Dimensionen hinter dem Namen

  • Face: TaylorMade hat eine rekonstruierte Carbon-Face-Technologie verbaut. Carbon statt traditionellem Titan erlaubt eine Gewichtsersparnis, mehr Ballgeschwindigkeit und laut Hersteller robustere Eigenschaften als frühere Carbon-Faces.
  • Head: Das Gehäuse ist aerodynamischer gestaltet. Ziel ist ein geringerer Luftwiderstand, mehr Schlägerkopfgeschwindigkeit und damit mehr Ballgeschwindigkeit.
  • Fitting: TaylorMade legt diesmal besonderen Fokus auf das Fitting. Ein vereinfachter, aber präziser Prozess soll Spieler schnell in die passende Variante bringen.
  • Shaft: In Kooperation mit Mitsubishi wurden drei „Release“-Profile entwickelt: High, Medium und Low Release. Diese Profile helfen, den passenden Tipping-Verlauf und die Performance für verschiedene Release-Muster zu finden.
Frontalansicht des TaylorMade Qi4D Drivers im Studio, zeigt dunkle Blautöne und das Sohlendesign
Design und Optik der Qi4D: dezente Farben und sichtbare Sohlenelemente.

Design und Optik

Die TaylorMade Qi4D zeigt eine dezente Farbgebung: dunkelblau bis grünliche Töne, weniger „space age“ als manche Vorgänger, dafür eleganter. Carbon-Krone bleibt erhalten, die Sohle zeigt nun mehrere Gewichtsoptionen – besonders auffällig beim Standard-Modell mit vier Gewichten. Insgesamt wirkt das Design moderner und weniger polarisierend als zum Beispiel die QI35.

Modelle im Überblick

Die Serie ist bewusst segmentiert. Kurz gesagt:

  • Qi4D (Standard) – vielseitig, vier Gewichte, konfigurierbar, für die meisten Spieler.
  • Qi4D Max – mehr Fehlertoleranz, größere Präsenz hinter dem Ball, etwas draw-biased.
  • Qi4D LS – low-spin, kompaktere Form, für schnelle Schwünge und Spieler, die Spin kontrollieren wollen.
  • Pro/Fitting-Head – Variante mit eingebauten Reflektoren für GCQuad und ähnliche Launchmonitore; praktisch für Fitter und Tour-Pros.

Erste Eindrücke am Schlag

Im Studio zeigte die TaylorMade Qi4D sofort: gute Stabilität in der Trefferausbeute und eine bemerkenswert enge Streuung – selbst bei nicht perfekten Treffern blieb die Distanz oft näher an den guten Treffern als man erwarten würde. Die TaylorMade Qi4D Standard lieferte im Schnitt rund 160 mph Ballgeschwindigkeit (das entspricht rund 257 km/h) und etwa 290 Yards Carry in meinen Tests. Die Streuung war überraschend eng.

Nahansicht des TaylorMade Qi4D Max Driver-Kopfes in der Hand des Moderators
Ich zeige den Qi4D Max-Kopf – die größere, „squashed“ Sohle macht das Ansprechen einfacher.

Die Qi4D Max wirkte deutlich einfacher zu adressieren. Größere Sohle, „squashed“-Form: das gibt sofort Vertrauen. Im Test gab es viele lange Drives, selbst bei schlechten Treffern hielt die Distanz besser als bei früheren TaylorMade-Modellen.

TaylorMade Qi4D Max Driverkopf schräg oben mit sichtbarer Sohle und Schlagfläche, Loft 9.0 erkennbar
Die Qi4D Max – die „squashed“ Sohle macht das Ansprechen einfacher.

Die Qi4D LS ist die potenzielle Bombe. In der Low-Spin-Einstellung zeigte sie enorme Carry-Weiten – aber auch ein Risiko: teils sehr niedriger Spin, besonders wenn der Schwung nicht aggressiv genug ist. Wird die LS jedoch hart geschlagen, sind die Zahlen phänomenal: persönliche Ballgeschwindigkeits-PRs im Test (bis zu 173 mph) und Carry-Werte über 300 Yards waren möglich.

Schlüsselzahlen und Messwerte

Die wichtigsten Messwerte aus meinen Sessions (Durchschnitte / typische Werte):

  • Qi4D Standard: ~160 mph Ballspeed, ~113 mph Schlägerkopfgeschwindigkeit, ~2000 rpm Spin, ~290 Yards Carry.
  • Qi4D Max: ~161 mph Ballspeed, etwas mehr Spin als Standard, ~290–295 Yards Carry, sehr fehlerverzeihend.
  • Qi4D LS: Spitzenwerte bei Ballspeed (Bestwerte bis 173.3 mph), Carry oft über 300 Yards bei hohen Schlägerkopfgeschwindigkeiten, jedoch teils sehr niedriger Spin bei moderater Geschwindigkeit.

Preislich liegt die Serie in der klassischen Premium-Kategorie: rund 549 Pfund zum Marktstart. Das ist im Vergleich zu Vorgängern ähnlich positioniert.

Auf dem Platz: Fairway-Accuracy-Test

Real auf dem Kurs getestet, zeigte sich ein differenziertes Bild:

  • Qi4D Standard traf 7 von 10 Fairways (70%).
  • Qi4D Max ebenfalls 7 von 10 (70%), mit Tendenz zu leichten Linksflügen – aber sehr forgiving.
  • Qi4D LS erzielte 8 von 10 Fairways (80%) in meinem Test, was überraschend war, da die LS teils tiefer flog. In der richtigen Einstellung ist sie nicht nur lang, sondern auch akkurat.

Shaft-Philosophie: High, Medium, Low Release

TaylorMade arbeitet bei der Qi4D-Serie mit Mitsubishi zusammen und liefert drei Release-Profile:

  • High Release für Spieler, die die Hände früh freigeben.
  • Medium Release der universelle Kompromiss – viele Spieler sind hier zuhause.
  • Low Release für Spieler, die den Schaft lange „halten“ und spät freigeben.

Der Sinn: Fitter können per Video von vorne schnell das Release-Muster erkennen und den passenden Tipping- bzw. Steifigkeitsverlauf wählen. Für einige Spieler ist das ein echter Gewinn, für andere fällt der Unterschied gering aus. Grundsätzlich aber ein gutes Fitting-Werkzeug, das den Einstieg ins richtige Setup erleichtert.

Besondere Variante: Der Launchmonitor-kompatible Head

Eine kleine, aber feine Neuerung ist der optionale Kopf mit integrierten Reflektorpunkten für Launchmonitore wie den GCQuad. Das erleichtert Fitting-Sessions enorm und ist in meinen Augen eine clevere Idee. Es gibt einen kleinen Aufpreis dafür, aber für Fitter und Pros ist das sehr praktisch.

Vor- und Nachteile der TaylorMade Qi4D

  • Vorteile:
    • Hervorragende Distanz bei allen Modellen.
    • Überraschend gute Fehlertoleranz, besonders beim Max.
    • Moderne Optik, weniger polarisierend als einige Vorgänger.
    • Gutes Fitting-Konzept mit Release-Profilen.
    • Option für Launchmonitor-Reflektoren.
  • Nachteile:
    • LS kann bei moderater Geschwindigkeit zu niedrigem Spin neigen.
    • Preis bleibt im Premium-Bereich (549 Pfund).
    • Carbon-Face bleibt bei einigen Anwendern ein kritischer Punkt hinsichtlich Haltbarkeit, auch wenn TaylorMade Verbesserungen verspricht.

Für wen ist welches Modell geeignet?

  • Qi4D Standard – Beste Wahl für die meisten Golfer. Vielseitig, anpassbar mit den vier Gewichten und eine zuverlässige Allround-Performance.
  • Qi4D Max – Wenn du Fehlerverzeihung suchst und gerne ein beruhigendes Setup hinter dem Ball willst. Ideal für höhere Handicaps und Spieler, die Tendenz zum Slice haben.
  • Qi4D LS – Für schnelle Schwünge und bessere Spieler, die mit niedrigem Spin maximale Länge erzielen wollen. Vorsicht: bei moderatem Tempo kann der Spin zu niedrig werden.

Ist ein Upgrade sinnvoll?

Ob die TaylorMade Qi4D ein Upgrade wert ist, hängt vom Startpunkt ab. Wenn du aus einem älteren Driver kommst (3-4 Jahre oder älter), wirst du sehr wahrscheinlich deutlich profitieren: mehr Ballgeschwindigkeit, bessere Toleranz und moderne Fitting-Optionen.

Wenn du jedoch einen sehr aktuellen Premium-Driver besitzt, lohnt sich ein Wechsel nur, wenn du gezielt die Vorteile der Qi4D (z. B. LS-Länge oder Max-Forgiveness) brauchst. 549 Pfund sind kein Schnäppchen, aber die Performance rechtfertigt den Preis für Spieler, die Distanz und modernes Fitting wollen.

Konkrete Empfehlung

Die TaylorMade Qi4D ist die stärkste Produktlinie von TaylorMade seit Jahren. Wenn du einen einzigen Driver wählen musst, ist die Qi4D Standard der beste Kompromiss. Willst du mehr Verzeihung, nimm die Qi4D Max. Suchst du maximale Länge bei hohem Schwungtempo, dann ist die Qi4D LS die richtige Wahl – mit dem Vorbehalt, dass du beim Fitting auf Spin achtest.

Moderator lächelnd im Studio mit gut lesbarer Launchmonitor-Statistik rechts
Ich zeige das Ergebnis: klare Launchmonitor‑Daten während meiner Empfehlung.

Häufige Fragen

Wie teuer ist die TaylorMade Qi4D?

Der Listenpreis liegt bei etwa 549 Pfund zum Start. Sondereditionen oder optionale Launchmonitor-Reflektoren können zusätzlich kosten. Das ist vergleichbar mit anderen Premium-Drivern am Markt.

Welche TaylorMade Qi4D-Variante ist die beste für durchschnittliche Golfer?

Für die Mehrheit ist die Qi4D Standard die beste Wahl. Sie kombiniert Distanz, Stabilität und Anpassbarkeit durch die vier Gewichte und funktioniert bei vielen Schwungtypen gut.

Sind die Carbon-Faces langlebig genug?

TaylorMade hat die Carbon-Face-Technologie überarbeitet und verspricht höhere Robustheit. In meinen Tests gab es keine sofortigen Haltbarkeitsprobleme, aber Carbon-Faces bleiben ein Thema, das Zeit braucht, um Langzeitdaten zu liefern.

Ist die Qi4D LS gefährlich niedrig im Spin?

Die LS kann bei moderater Schlägerkopfgeschwindigkeit niedrige Spinwerte erzeugen. Wenn du nicht aggressiv genug schwingst, sind knuckleballartige Flüge möglich. Ein richtiges Fitting und gegebenenfalls Gewichtsverlagerung kann das Problem lösen.

Sind die eingebauten Reflektoren legal im Wettkampf?

Ja. Die Variante mit eingebauten Reflektoren ist so gefertigt, dass sie im Wettkampf genutzt werden darf. Sie erleichtert Fitting mit Launchmonitoren ohne aufgeklebte Punkte.

Fazit

Die TaylorMade Qi4D liefert in meinen Tests genau das, was TaylorMade verspricht: Geschwindigkeit, Distanz und überraschende Fehlertoleranz. Optisch dezenter als mancher Vorgänger, technisch ausgefeilt und mit einem modernen Fitting-Konzept ausgestattet, ist die Qi4D die stärkste Driver-Serie von TaylorMade in den letzten Jahren.

Wenn du einen neuen Driver suchst, probiere die Qi4D in einem professionellen Fitting. Für die meisten Golfspieler ist die Standard-Version der perfekte Startpunkt. Wer maximale Verzeihung will, nimmt die Max. Wer maximale Länge mit hohem Tempo sucht, sollte die LS testen – aber beim Fitting auf Spin achten.

Die TaylorMade Qi4D ist nicht nur ein weiterer Driver-Release. Sie ist ein Paket aus Technik, Anpassungsoptionen und echten Leistungsgewinnen. Für viele wird sie der nächste Driver im Bag sein.

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