Golfplatz Strategien - Wie man den Golfplatz spielt
Die Strategierunde für bessere Scores

MIZUNO JPX ONE Driver: Ein ehrlicher Test, Technik, Zahlen und Urteil

Nahaufnahme eines Golf-Drivers beim Treffmoment: dunkle bläuliche Krone, leuchtend blaue Schlagfläche mit sichtbarer Nano-Alloy-Struktur und komprimiertem Ball

Der MIZUNO JPX ONE Driver gehört zu den heiß diskutierten Neuheiten 2026. Dieser Test betrachtet Design, Technik, Messdaten und das Verhalten auf dem Platz. Ziel ist eine klare Antwort: Was bietet der MIZUNO JPX ONE Driver wirklich, und für wen lohnt sich der Wechsel?

Kurzübersicht

Der MIZUNO JPX ONE Driver kommt in zwei Varianten: die Standardversion JPX1 und die JPX1 Select. Optisch fällt der Driver durch eine dunkle, leicht blaue Krone und eine auffällige blaue Schlagfläche auf. Die große Story liegt in einer neuen Schlagflächenlegierung: Mizuno nennt sie eine nano alloy driver face, entwickelt in Zusammenarbeit mit einem Materialexperten. Versprochen wird mehr Elastizität, also mehr Trampolineffekt und potenziell höhere Ballgeschwindigkeit.

Mizuno JPX ONE Kopfbezüge in blau- schwarzem Design, Nahaufnahme
Nahaufnahme der JPX ONE Headcovers – die blaue Optik im Fokus.

Design und Optik

Optisch ist der MIZUNO JPX ONE Driver deutlich moderner als die letzten Mizuno-Driverjahre. Die Krone ist dunkelblau bis navy mit einer leicht texturierten Optik, die aus der Ansprache kompakt und aufgeräumt wirkt. Die blaue Schlagfläche ist ein Hingucker und unterscheidet sich klar von klassischen Silber- oder Titanfaces. Viele Spieler werden die Optik als sportlich und „spielerisch“ beschreiben – besonders die JPX1 Select trägt ein etwas squasheres, tieferes Profil, das mehr Spieler-Ästhetik vermittelt.

Nahaufnahme blaue Nano-Alloy Schlagfläche Mizuno JPX ONE Driver
Nahaufnahme der blauen Nano‑Alloy‑Schlagfläche des JPX ONE – die Technologie ist hier gut zu erkennen.

Technik: Die Nano-Alloy-Schlagfläche

Mizuno bewirbt beim MIZUNO JPX ONE Driver die weltweit erste nano alloy driver face, hergestellt in Kooperation mit Toray. Die Kernidee: Mikroskopische Polymerdispersionen in der Legierung erhöhen die Elastizität der Schlagfläche, sodass die Energie beim Aufprall besser gespeichert und wieder freigegeben wird. Kurz gesagt: mehr „spring“. Mizuno zieht Vergleiche zu Technologien aus Baseball und Tennis, wo ähnliche Materialkombinationen schon eingesetzt werden.

Tester zeigt die blaue Schlagfläche des Mizuno JPX ONE Drivers
Die blaue Nano‑Alloy‑Schlagfläche im Fokus — gezeigt und erklärt.

Wichtig zu verstehen ist, dass die sprunghafte Verbesserung in realen Zahlen oft moderat ausfällt. Mizuno zeigt Diagramme mit scheinbar großen Zugewinnen, in der Realität sind die Unterschiede oft klein, aber spürbar in bestimmten Setups und bei bestimmten Treffern.

Specs, Anpassungsmöglichkeiten und Unterschiede der Modelle

  • Modelle: JPX1 (Standard) und JPX1 Select (spielerorientierter Look, leicht veränderte Kopfform).
  • Hosel: Einstellbares Hosel für Loft- und Löffel-Feinjustage.
  • Gewicht: Rear weight port vorhanden; scheint eher für Custom-Fitting gedacht, da der mitgelieferte Schraubenschlüssel nicht passt.
  • Schlagfläche: Nano-Alloy Face, blaue Optik.
  • Fitting: Mizuno empfiehlt Fitting, da Justagengmöglichkeiten begrenzt und spezifisch sind.

Testaufbau: Wie wurde der MIZUNO JPX ONE Driver geprüft?

Getestet wurde sowohl im Studio mit Launchmonitor als auch auf dem Platz. Messwerte wie Clubhead Speed, Ball Speed, Carry und Spin wurden dokumentiert. Zusätzlich gab es zwei praktische Tests: ein 10-Schuss-Fairway-Accuracy-Test und ein 10-Schuss-Ballgeschwindigkeits-Chart, um maximale Ballgeschwindigkeiten zu ermitteln.

Studio- und On-Course-Ergebnisse

Im Test zeigte der MIZUNO JPX ONE Driver gemischte Ergebnisse, abhängig vom Modell.

JPX1 (Standard)

  • Clubhead Speed: ~114 mph (Testspieler)
  • Ball Speed: ~165 mph
  • Carry: Beispiele um 285 yds, aber mit schwankender Performance
  • Spin: tendenziell hoch, teilweise um 3300 rpm bei schlechten Treffern
  • Dispersion: sehr gut, das Gerät sucht das Fairway oft zuverlässig

Der Standard-JPX1 zeigte sich als verlässlicher Fairway-Finder, allerdings mit einem Problem: bei niedrigen oder heel-lastigen Treffern kam es zu deutlich erhöhtem Backspin und damit Distanzverlust. Das Gefühl beim Impact wurde als ordentlich, aber nicht „explosiv“ beschrieben – die beworbene starke „Trampolin“-Wirkung war nicht immer spürbar.

Launchmonitor Messdaten: Club speed 114 mph, Ball speed 165 mph, Carry 285 yds
Studio‑Messwerte des JPX1: Club Speed 114 mph, Ball Speed 165 mph, Carry ~285 yds.

JPX1 Select

  • Clubhead Speed: ähnlich, ~114 mph
  • Ball Speed: ähnlich, ~165–167 mph
  • Carry: typischerweise rund 287–296 yds bei guten Treffern
  • Spin: deutlich reduziert gegenüber Standard, nahe 2500 rpm bei guten Treffern
  • Ballflight: flacher, durchdringender und tendenziell länger

Die Select-Variante entpuppte sich im Test als die bessere Wahl, wenn es um Distanz und niedrigeres Spin geht. Der MIZUNO JPX ONE Driver in Select-Konfiguration lieferte häufiger die gewünschte Kombination aus Ballgeschwindigkeit, geringem Spin und gerader Flugbahn.

Moderator zeigt den MIZUNO JPX ONE Driver frontal in der Kameraansprache, Studiohintergrund mit Bildschirm und Golfbags
Die JPX ONE im Check — Erläuterung vor dem Fairway‑Genauigkeitstest.

Fairway-Genauigkeit und Konstanz

Bei einem 10er-Fairway-Test zeigte der MIZUNO JPX ONE Driver eine starke Tendenz zur Genauigkeit. Die Select-Version fand häufiger das Fairway. Das spricht für ein gutes Kopfbalance-Design, das den Ball stabil ausgerichtet fliegen lässt. Wer Wert auf Konstanz und Treffer-in-der-Bahn legt, bekommt hier ein solides Produkt.

Ballgeschwindigkeits-Challenge

In einem 10-Schuss-Ballgeschwindigkeits-Test wurde die maximale Ballgeschwindigkeit ermittelt. Der MIZUNO JPX ONE Driver erreichte Topwerte um 167,7 mph (aufgerundet 168 mph). Für den Testspieler war das respektabel, aber nicht rekordverdächtig. Der Driver landete auf der Ballgeschwindigkeits-Leaderboard, wird aber vermutlich von anderen Top-2026-Drivern übertroffen.

Ein kurioses Phänomen: Funken bei Treffern

Während des Tests wurde mehrfach ein gelbliches Funkenbild beim Treffmoment beobachtet. Das Auftreten eines kurzen „Sparks“ bei sauberer Ballkontaktaufnahme ist ungewöhnlich. Der Funke ließ sich zwar schwer filmen, war aber sichtbar. Mögliche Ursachen könnten die Beschichtung der Schlagfläche oder Reflexionen/Materialreaktionen bei hoher Energie sein. Das Phänomen ist bemerkenswert, hat aber keine direkten Hinweise auf Performance-Probleme geliefert.

Gefühl und akustische Rückmeldung

Das Treffgefühl des MIZUNO JPX ONE Driver wird als sauber, aber nicht spektakulär beschrieben. Die Erwartung an ein sehr „springendes“ Feedback durch die nano alloy face wurde akustisch und haptisch nicht durchweg bestätigt. Kurz: es fühlt sich gut an, aber nicht so wie ein extrem poppiger Driver, den man sofort als deutlich schneller empfindet.

Preis und Positionierung

Der Listenpreis liegt bei rund 529 Pfund. Das ist ein Premium-Preis. In einem Markt mit starker Konkurrenz durch etablierte Modelle von Titleist, TaylorMade, Callaway und Ping steht Mizuno vor der Herausforderung, Käufer von Topmarken zu überzeugen. Die Frage lautet: Rechtfertigt die Optik, die Genauigkeit und das Nano-Alloy-Argument den Preis für den durchschnittlichen Spieler?

Stärken und Schwächen

Vorteile

  • Sehr gute Fairway-Konsistenz und enge Link-Rechts-Dispersion.
  • Starke Optik: vielleicht die besten Mizuno-Driver der letzten Jahre.
  • Select-Version: reduziert Spin und liefert durchdringendere Bälle.
  • Innovative Schlagflächentechnik: nano alloy face ist technisch interessant.

Nachteile

  • Spin-Probleme bei der Standardversion, was Distanz kosten kann.
  • Gefühl: kein durchschlagend „explosives“ Feedback trotz Nano-Alloy.
  • Preis: 529 Pfund positionieren den MIZUNO JPX ONE Driver im Premiumsegment, wo Konkurrenz hart ist.
  • Limited adjustability: Rear-weight scheinbar nur via Fitting änderbar.

Für wen eignet sich der MIZUNO JPX ONE Driver?

  • Spieler, die eine hohe Fairway-Zuverlässigkeit suchen und gerne einen treuen Ballflug haben.
  • Golfer, die ein sportliches, sauberes Aussehen mit etwas Spieler-Ästhetik bevorzugen. Die Select-Version richtet sich eher an bessere Spieler.
  • Wer bereit ist, für Design und Materialinnovation zu zahlen und ein Fitting in Anspruch nimmt.

Nicht ideal ist der MIZUNO JPX ONE Driver für Spieler, die primär Maximallänge ohne Kompromisse beim Spin wollen oder jene, die ein sehr poppiges Treffergefühl erwarten.

Vergleich: JPX1 vs JPX1 Select

  • JPX1: Mehr Verzeihung, allerdings mit tendenziell hohem Spin bei schlechten Treffern. Optik moderner und runder.
  • JPX1 Select: Spielerorientierter Look, flacherer Ballflug, geringerer Spin, mehr effektive Carry-Distanz für den Testspieler.

Endfazit

Der MIZUNO JPX ONE Driver ist ein attraktiver Neuzugang für 2026. In Sachen Optik und Fairway-Trefferquote punktet er klar. Die nano alloy driver face ist technisch spannend, liefert aber keine dramatischen, universellen Performance-Sprünge in jedem Setup. Für viele Spieler ist die Select-Variante die bessere Wahl, weil sie den Spin reduziert und dadurch Distanz freilegt.

Unter dem Strich ist der MIZUNO JPX ONE Driver ein gutes Produkt mit klaren Stärken, aber kein Game-Changer, der automatisch die Konkurrenz aushebeln würde. Wer Mizuno wegen ihrer Eisen liebt, sollte ein Fitting in Betracht ziehen, bevor die Entscheidung für den Driver fällt. Für Spieler, die maximale Ballgeschwindigkeit suchen, wird es wahrscheinlich bessere Optionen geben. Für diejenigen, die Wert auf Optik, Genauigkeit und ein durchdachtes Design legen, ist der MIZUNO JPX ONE Driver definitiv einen Blick wert.

FAQ

Ist der MIZUNO JPX ONE Driver länger als die Konkurrenz?

Er liefert respektable Ballgeschwindigkeiten (Testwerte bis ~168 mph) und gute Carry-Distanzen, insbesondere in der Select-Variante. Er ist jedoch nicht der klares Längen-Leaderboard-Anführer. Die Distanz hängt stark von Treffqualität und Spin ab.

Welches Modell sollte man wählen: JPX1 oder JPX1 Select?

Für Spieler, die einen niedrigeren Spin und flachere, durchdringende Flüge bevorzugen, ist die JPX1 Select die bessere Wahl. Die Standard-JPX1 bietet mehr Verzeihung, kann aber bei schlechten Treffern zu hohem Spin führen.

Wie spürbar ist die nano alloy driver face?

Die Nano-Alloy-Technologie ist technisch spannend und kann die Rückgabeenergie der Schlagfläche verbessern. In der Praxis sind die Zugewinne moderat und nicht bei jedem Schlag unmittelbar als „super poppiges“ Gefühl wahrnehmbar.

Lohnt sich der Preis von 529 Pfund?

Der Preis positioniert den MIZUNO JPX ONE Driver im Premiumsegment. Ob er sich lohnt, hängt von Erwartungen ab: Für Design, Fairway-Konsistenz und das Wunsch-Setup über ein Fitting kann der Preis gerechtfertigt sein. Wer maximale Schlagweite sucht, sollte Alternativen vergleichen.

Kann man das Gewicht leicht anpassen?

Es gibt einen Rear-Weight-Port, aber der Test deutet an, dass dieser eher für fittere Anpassungen gedacht ist, weil standardmäßige Werkzeuge nicht passen. Ein professionelles Fitting wird empfohlen.

Letzte Hinweise

Wer ernsthaft überlegt, den MIZUNO JPX ONE Driver zu kaufen, sollte ein Fitting machen und beide Modelle probieren. Die Select-Variante zeigte im Test deutlich weniger Spin und bessere Carry-Werte für den Testspieler. Der MIZUNO JPX ONE Driver ist eine solide Wahl für Spieler, die Präzision und Optik schätzen, aber keine radikale Revolution in Sachen Länge erwarten.

Mizuno Golf

Check die Mizuno Angebote

auf Amazon
Launchmonitor-Ergebnis mit hervorgehobener Ballgeschwindigkeit 164.4 mph
Ballgeschwindigkeit als Schlüsselwert des Tests (164.4 mph hervorgehoben).

Wie findest du diesen Artikel? Bewerte uns jetzt:

0 / 5 0 0

Your page rank:

Global Golf das Golf-Reisebro aus Schleswig-Holstein fr Golfreisen  Golfurlaub
Global Golf das Golf-Reisebüro aus Schleswig-Holstein für Golfreisen & Golfurlaub

Einen Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert